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Alles nur Käse? Oder gibt es sowas wie eine Hashtag #DiversityHateKampagne?

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Ich glaub beides lässt sich mit „Ja“ beantworten.

⏮️ Von Vorne –
MILRAM Food-Service, Teil der DMK Deutsches Milchkontor GmbH, hat eine „limitierte Design Edition“ seiner Käseverpackungen(!) herausgebracht – mit bunten, lebensfrohen Illustrationen von Menschen verschiedener Ethnien bei der Brotzeit. Eine Community-Kampagne für Vielfalt und Gemeinschaft auf Käseverpackungen.
Es folgte ein Shitstorm – mit Hashtags wie Hashtag#milramboykott und Hashtag#gowokegobroke – angefeuert von rechten Influencer:innen und einigen Politikern. Mit rassistischen Kommentaren unter den Posts.
Diversity Hate ist scheinbar 2025 Vibe! Liebs, nicht!

⏭️ Natürlich werden einzelne Stimmen stark, die sagen, dass die Kampagne die Hashtag#AntiWokeWelle für sich nutzt – ja, vielleicht. Aber die Frage ist doch wie sie das tut und ob das reines Hashtag#DiversityWashing ist.

‼️ Die nachfolgende Einordnung der Normalität zeigt eine bewundernswert klare Haltung – einen kleinen Verbesserungsvorschlag hätte ich, s.u.:

Der DMK-Sprecher Hashtag#OliverBartelt antwortet der WirtschaftsWoche: „Was hier als ‚woke‘ abgestempelt wird, ist ein Abbild unserer Gesellschaft, das man in jedem Wartezimmer in jeder Arztpraxis sieht – wer erwartet, dass auf einer solchen Käseverpackung drei helle Gesichter glänzen, hat eine falsche Wahrnehmung“.
Auch 2025 Vibes! Liebs, einfach!

Mein Coaching-Impuls als Diversity & Change Consultant in diesen Zeiten:
👉 Diversität sichtbar machen heißt Haltung zeigen. Wer Vielfalt sichtbar macht, setzt insbesondere jetzt ein klares Signal: Das ist ein werteorientierter Leadership-Moment.

👉 Shitstorm ist kein Fail – es ist Feedback!
Hass ist meist lauter, aber es zeigt: Das Thema trifft den Nerv des Zeitgeists. Eine Chance für die Führung: Wie reagiert ihr als Führungskräfte? Mit Ignoranz, Ausweichen oder Haltung und Klartext?

👉Führung braucht Leadership-Narrative
Milrams klare Position zeigt Rückhalt und Verstärkung. Führungskräfte brauchen ein Narrativ, das klar, empathisch und authentisch ist, gerade wenn Gegenwind kommt.
Hier mein Verbesserungsvorschlag: Die Analogie mit dem „Wartezimmer von Arztpraxen“ ist etwas unglücklich & vielleicht spontan gewählt. Die Zielgruppe „junge Menschen“ sind tendenziell eher in der Schule, Supermärkten etc. anzutreffen.

👉Kultur braucht nicht nur Policies – sondern Geschichten, die verbinden.
Es reicht nicht, Diversity in Policies zu verankern. Menschen müssen Vielfalt sehen, spüren und erleben – durch Bilder, Erlebnisse, Geschichten tagtäglich.

🫰 Mein Wunsch: Mehr Mut zur Haltung!

mohan

Freier Wirtschaftspsychologe, praktischer Organisationsentwickler & systemischer Diversity Coach | begleite Wandel, Leadership & Diversity – für zukunftsfähige Organisationen im DACH-Raum