Du betrachtest gerade „Mohan, ich glaub‘ Hashtag#NewWork ist tot.“

„Mohan, ich glaub‘ Hashtag#NewWork ist tot.“

  • Beitrags-Autor:
  • Beitrags-Kategorie:Uncategorized

Das sagte mir neulich ein Fachkollege, scheinbar nach dem gleichen Newsletter wie ich.
Ich musste grinsen.
Vielleicht, weil ich das „Tot sagen“ schon oft gehört hatte.
Vielleicht, weil ich weiß, wie sich das Gegenteil anfühlt – im Telefonat zuvor sprach ich mit einer Managerin über neue diversitätssensible Recruitingdesigns.

In meiner damaligen Rolle als Hashtag#NewWork Projektleiter bei Radio Bremen:
Vor knapp einem Jahr habe ich unsere Bewerbung für den Hashtag#HRExcellenceAward 2024 für New Work (Smart Work) eingereicht – und Radio Bremen hat den Preis geholt.
3,5 Jahre Projektarbeit. 10 Teams. 60+ Ergebnisse. 100 Menschen, die „New Work“ erlebbar gemacht haben.
Und ja – meine Chefin Hashtag#BrigittaNickelsen und ich haben das Ganze im Rahmen öffentlich-rechtlicher Möglichkeiten umgesetzt.
Das war nicht „Silicon-Valley-mit-Smoothie-Bar“, sondern echtes Ringen mit Haltung, um die Umsetzbarkeit von Ideen und Entscheidungen.
Mit klugem Verhandeln, smartem Möglichmachen – und manchmal Resilienz-Übungen, die damals noch „Rauchen“ hießen.

Heute dagegen erklären Podcasts und Newsletter New Work für tot.

Meine 5 Cents:
👉 New Work war nie nur kommerzielle Methode – es war ein Axiomen-Bündel: Sinnstiftend, effizient und mit Freude arbeiten – das war Stärke und Falle zugleich.
👉 Es braucht ein intrinsisches Growth Mindset – bei Schlüsselpersonen und in der DNA der Organisationen.
👉 Ohne Diversity-Arbeit bleibt New Work halbfertig: Wer Raumgestaltung, Entscheidungsarchitekturen und Arbeitsmodelle und -prozesse plant, muss diversitätssensibel mitgestalten.
👉 New Work systemisch denken: Lieferkette, Arbeitsbedingungen etc.; Der Anspruch endet nicht an der eigenen Bürotür.
👉 Agile Tools ≠ Agile Kultur: Methoden sind Instrumente, nicht die Musik.

Zurück zur Frage, ob New Work „tot“ ist?
Ich denke: Nein.
Denn: Nicht überall, wo New Work draufstand, war auch New Work drin.
Es ist eher leiser geworden. Differenzierter. Hoffentlich nachhaltig wirksamer.
Und vielleicht wird es bald anders heißen.

Für mich bleibt klar:
Organisationen, die bereit sind, Verantwortungen, Prozesse und Strukturen neu zu denken, Diversität als Querschnittsthema zu integrieren und Wandel menschenzentriert zu gestalten, werden auch künftig genau dort anknüpfen – egal, wie wir es dann nennen.

mohan

Freier Wirtschaftspsychologe, praktischer Organisationsentwickler & systemischer Diversity Coach | begleite Wandel, Leadership & Diversity – für zukunftsfähige Organisationen im DACH-Raum